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Wege mit abgeschlossener Berufsausbildung

Der Weg von der abgeschlossenen Berufsausbildung zum Meistertitel

Der Meistertitel stellt die klassische Aufstiegsfortbildung im Handwerk und in der Industrie dar. Er bescheinigt dir umfassendes fachliches Können sowie die Befähigung, einen Betrieb zu führen und Lehrlinge auszubilden.

Meisterschule

Der Unterricht an Meisterschulen bereitet auf die Meisterprüfung vor. Meistertitel können in allen Handwerksberufen sowie in vielen Industrieberufen, in der Land- und Hauswirtschaft und in Kunst und Musik erworben werden.

Bei den Lehrgängen handelt es sich um modulare Weiterbildungskurse (Meisterklassen), die von Weiterbildungseinrichtungen oder Berufsschulen angeboten werden. Sie können sowohl berufsbegleitend als auch in Vollzeit besucht werden. Die Meisterschule baut auf einer Abgeschlossenen Berufsausbildung und einer einschlägigen Berufserfahrung auf. Eine Finanzierung ist durch das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) mit einem „Meister-BaföG“ möglich.

Der Weg von der abgeschlossenen Berufsausbildung zum/r Fachwirtin oder Technikerin

Nach einer abgeschlossenen Ausbildung ermöglichen dir diese Fortbildungen den Aufstieg in die mittlere Führungsebene. Während Fachwirt*innen ihren Fokus auf kaufmännische und organisatorische Aufgaben legen, spezialisieren sich Techniker*innen auf komplexe technische Fragestellungen.

Fachschule

Wird nach einem anerkannten Ausbildungsabschluss und mehrjähriger Berufspraxis der Abschluss Techniker*in oder Fachwirt*in angestrebt, kann dies über die Teilnahme an einer berufsbegleitenden beruflichen Weiterbildung (meist durch private Anbieter) erfolgen oder durch den Besuch einer entsprechenden Fachschule. Der Besuch einer Fachschule dauert zwischen zwei Jahren in Vollzeit bis zu vier Jahren in Teilzeit.

Nach erfolgreichem Bestehen wird der Titel „staatlich anerkannte*r Techniker*in“ bzw. „staatlich anerkannte*r Fachwirt*in“ sowie die Fachhochschulreife vergeben.

Der Weg von der abgeschlossenen Berufsausbildung zur Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife ist die ideale Brücke zwischen beruflicher Praxis und akademischer Weiterbildung. Sie bescheinigt dir eine vertiefte allgemeine Bildung und berechtigt dich zum Studium an allen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschulen) in Deutschland.

Berufsoberschule und Berufskolleg

Der Unterricht an der Berufsoberschule oder einem einjährigen Berufskolleg (BKFH) bereitet gezielt auf die staatliche Prüfung zur Fachhochschulreife vor. Diese Schularten knüpfen direkt an dein praktisches Vorwissen an und führen dich in kompakter Form zum nächsthöheren Bildungsziel.

Die Lehrgänge werden meist in Vollzeit absolviert und dauern in der Regel ein Schuljahr. Sie bauen zwingend auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung sowie einem mittleren Bildungsabschluss auf. Während dieser Zeit liegt der Fokus auf den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch sowie fachrichtungsspezifischen Inhalten (z. B. Technik oder Wirtschaft). Eine Finanzierung ist für Schüler im Vollzeitunterricht oft durch das Schüler-BAföG möglich, das im Gegensatz zum Meister-BAföG in der Regel nicht zurückgezahlt werden muss.

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