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  • Ohne Abschluss
  • Wege ausgehend vom Hauptschulabschluss
  • Wege ausgehend von der mittleren Reife
  • Wege mit abgeschlossener Berufsausbildung
  • Wege mit Fachhochschulreife
  • Wege mit fachgebundener Hochschulreife
  • Wege mit allgemeiner Hochschulreife

Ohne Abschluss

Über die Schulfremdenprüfung zum gewünschten Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Das ist der grundlegende Einstieg. Du wirst in den Kernfächern (Deutsch, Mathe) sowie weiteren Fächern wie Welt-Zeit-Gesellschaft geprüft.

Du darfst zum Zeitpunkt der Prüfung keine allgemeinbildende Schule mehr besuchen.
Die Anmeldung erfolgt beim Staatlichen Schulamt Freiburg.

Mittlere Reife

Dieser Abschluss bescheinigt dir eine erweiterte allgemeine Bildung und ist Voraussetzung für viele Ausbildungen oder den Wechsel aufs berufliche Gymnasium.

Die Prüfung umfasst schriftliche und mündliche Teile. Wichtig ist, dass du dich frühzeitig (meist bis zum 1. März) anmeldest, da die Prüfungen zeitgleich mit den regulären Schulprüfungen im Frühjahr stattfinden.

Fachhochschulreife

Mit diesem Abschluss kannst du an Fachhochschulen studieren. Da dieser Abschluss oft an berufliche Kenntnisse gekoppelt ist, ist der Weg über die Schulfremdenprüfung hier etwas seltener, aber an Berufskollegs möglich.

Du musst oft nachweisen, dass du den entsprechenden Bildungsstand (z.B. durch ein Praktikum oder Berufserfahrung) zusätzlich zur theoretischen Prüfung untermauern kannst.

Allgemeine Hochschulreife (Abitur)

Das „Nichtschülerabitur“ ist die umfangreichste Prüfung. Du wirst in acht Fächern geprüft (vier schriftlich, vier mündlich).

Die Hürden sind hoch. Du benötigst die Mittlere Reife als Basis und musst nachweisen, wie du dich vorbereitet hast. In Freiburg ist hierfür oft das Regierungspräsidium die zuständige Stelle für die Anmeldung.

Weiterführende Links

  • Informationsseite des Landes Baden-Württemberg
  • Informationen zur Schulfremdenprüfung

Wege ohne Schulabschluss bis zur abgeschlossenen Berufsausbildung

Auch ohne einen ersten Schulabschluss gibt es in Baden-Württemberg verschiedene Möglichkeiten, ins Berufsleben einzusteigen. Diese Wege kombinieren oft das Nachholen eines Abschlusses mit ersten praktischen Erfahrungen in der Arbeitswelt.

Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB)

Diese Schulform richtet sich an Jugendliche ohne Hauptschulabschluss. Hier werden berufspraktische Grundlagen vermittelt und es besteht die Möglichkeit, am Ende einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand zu erreichen.

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB)

Diese von der Agentur für Arbeit geförderten Maßnahmen helfen dir dabei, deine Stärken zu finden und dich gezielt auf eine spätere Berufsausbildung vorzubereiten, oft in Kombination mit dem Nachholen des Hauptschulabschlusses.

Einstiegsqualifizierung (EQ)

Ein sozialversicherungspflichtiges Langzeitpraktikum von 6 bis 12 Monaten in einem Betrieb. Es dient als Brücke in eine Ausbildung und ermöglicht es dir, deine Eignung für einen bestimmten Beruf direkt in der Praxis zu beweisen.

Duale Berufsausbildung

Viele Betriebe bieten Ausbildungsplätze an, bei denen der fehlende Schulabschluss durch eine begleitende Förderung ausgeglichen werden kann. Duale Ausbildungen finden zum überwiegenden Teil in einem Betrieb oder einem Unternehmen statt. Neben der praktischen Arbeit hast Du Unterricht in einer Berufsschule statt. Die Gesamtdauer beträgt, je nach Ausbildungsberuf und Vorerfahrung, zwischen zwei und dreieinhalb Jahren und wird in den meisten Fällen entlohnt.

Duale Ausbildungen werden in folgenden Bereichen angeboten:

  • im Handwerk
  • in Industrie und Handel
  • im Dienstleistungsbereich
  • in der Landwirtschaft
  • bei Freiberuflern (z.B. Ärzten, Apothekern, Rechtsanwälten oder Steuerberatern)
  • im Öffentlichen Dienst

Wege ohne Ausbildungsabschluss bis zur mittleren Reife

Falls du eine Berufsausbildung nicht erfolgreich abschließen konntest oder dich nach einer längeren Phase der Berufstätigkeit ohne formalen Abschluss weiterentwickeln möchtest, stehen dir in Baden-Württemberg diese Optionen offen:

Vorqualifizierungsjahr für Arbeit und Beruf (VAB)

Das Vorqualifizierungsjahr (VAB) richtet sich an Jugendliche, die ihre Schule ohne Abschluss verlassen haben. Es bereitet die Schüler*innen auf den Erwerb eines Schulabschlusses vor, der dem Hauptschulabschluss gleichwertig ist. Die Vorbereitung läuft über ein Jahr in einer Vollzeitschule. Das VAB wird von Berufsschulen, Einrichtungen und Trägern der Jugendhilfe durchgeführt. Berufsorientierung und Lernförderung stehen im Mittelpunkt des Unterrichts. Mit dem Hauptschulabschluss kannst du z.B. über eine duale Ausbildung oder das 9+3 Modell eine mittlere Reife erreichen.

Duale Berufsausbildung

Duale Ausbildungen finden zum überwiegenden Teil in einem Betrieb, einer Institution oder einem Unternehmen statt. Neben der praktischen Arbeit finden Unterrichtseinheiten in einer Berufsschule statt. Die Gesamtdauer beträgt – je nach Ausbildungsberuf und Vorerfahrung – zwischen zwei und dreieinhalb Jahren und wird in den meisten Fällen entlohnt. Duale Ausbildungen werden in folgenden Bereichen angeboten:

  • im Handwerk
  • in Industrie und Handel
  • im Dienstleistungsbereich
  • in der Landwirtschaft
  • bei Freiberuflern (z.B. Ärzten, Apothekern, Rechtsanwälten oder Steuerberatern)
  • im Öffentlichen Dienst.

9+3 Modell

Dieser Weg ermöglicht es dir, den mittleren Bildungsabschluss allein über die Berufsschule zu erwerben. Wenn du eine mindestens dreijährige Ausbildung absolviert hast, aber die Abschlussprüfung vor der Kammer (z.B. IHK oder HWK) nicht bestehst, kannst du dennoch die Mittlere Reife erhalten. Voraussetzung dafür ist ein bestimmter Notendurchschnitt im Abschlusszeugnis der Berufsschule sowie der Nachweis ausreichender Fremdsprachenkenntnisse.

Schulische Ausbildung

Eine schulische Ausbildung setzt zwar in der Regel eine mittlere Reife voraus, kann aber in einigen Bereichen auch mit einem Hauptschulabschluss begonnen werden – in dem Fall führt sie zur mittleren Reife. Im Gegensatz zu einer dualen Ausbildung findet eine schulische Ausbildung hauptsächlich an beruflichen Vollzeitschulen statt (zum Beispiel an Berufsfachschulen, Berufskollegs oder Fachakademien). Die Ausbildung dauert je nach gewähltem Beruf zwischen ein und drei Jahren und wird für folgende Berufsbereiche angeboten: Berufe in Gesundheits- und Sozialwesen, Wirtschaft, Fremdsprachen, Gestaltung, Musik, Technik und IT.

Zugangsvoraussetzungen kannst du direkt an den Schulen oder in einer Bildungsberatungsstelle erfragen. Eine Entlohnung für Auszubildende gibt es meistens nicht, manchmal werden Schulgebühren erhoben.

Berufsfachschule 2-jährig

In diesem Bildungsgang werden allgemeine Lerninhalte mit einer beruflichen Grundbildung verknüpft. Nach zwei Jahren schließt du mit der Fachschulreife ab, die der mittleren Reife gleichwertig ist.

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