Ersatzschulen sind solche Schulen, für die es eine Entsprechung im öffentlichen Schulsystem gibt, also z.B. ein Gymnasium. Ergänzungsschulen sind Einrichtungen, für die es keine entsprechenden öffentlichen Bildungsgänge gibt. Dazu gehören z.B. Schauspielschulen. Jede Ergänzungsschule ist ein Unikat, weil sie die Inhalte ihres Bildungsangebots selbst bestimmt. Allerdings muss eine Unterrichtung in mehreren Gegenständen (Fächern), auch allgemeinbildender Art, erfolgen, um von einer „Schule“ sprechen zu können.
Ersatz- und Ergänzungsschulen (häufig auch „freie“ oder „private“ Schulen genannt) bringen meist eine bestimmte Weltanschauung zum Ausdruck oder verwirklichen eine eigene pädagogische Idee. Der Schulbetrieb wird frei nach pädagogischem, philosophischem oder sonstigem Leitbild des Trägers gestaltet. Oftmals werden die Akzente anders gesetzt als in vergleichbaren öffentlichen Schulen. Es sind Schulen in der Trägerschaft von Kirchen, von kirchlichen Orden, von Stiftungen, Gesellschaften, Genossenschaften, Vereinen etc.
Gut zu wissen
- Die Schulen bieten in der Regel im Herbst vor dem ersten Schuljahr Informationsveranstaltungen für interessierte Eltern an. Ob ein Kind an der Schule aufgenommen wird, wird nach individuellen Anmeldegesprächen entschieden. Besondere Aufnahmekriterien können direkt an der jeweiligen Schule erfragt werden.
- Zu unterscheiden sind staatlich genehmigte freie und staatlich anerkannte freie Schulen. Eine staatlich genehmigte Schule darf unterrichten oder ausbilden, aber keine Prüfungen abnehmen. Diese müssen extern an staatlich anerkannten Schulen abgelegt werden.
- Die meisten freien Schulen finanzieren sich über Elternbeiträge. Oftmals sind diese einkommensabhängig. Bitte erkundige Dich dazu bei der jeweiligen Schule. Je nach Schule werden Elternstunden und Mitarbeit erwartet.
Ab- und Anschlüsse
Abschlüsse (je nach gewählter Schule/Schulform)
- Kein anerkannter Abschluss
- Hauptschulabschluss
- Mittlere Reife
- Fachhochschulreife
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
Anschlüsse
- Übergangssystem (BvB, BEJ, BVJ)
- Duale Berufsausbildung oder Schulische Berufsausbildung
- Wechsel auf ein allgemeinbildendes oder berufliches Gymnasium
(eine Aufnahmeprüfung ist meistens erforderlich)
- Freiwilliges Soziales Jahr / Freiwilliges Ökologisches Jahr
- Eigenständige Abiturvorbereitung mit freier Lerngruppe Methodos
Weiterführende Links
Waldorfschulen
- Freie Waldorfschule Freiburg-Wiehre
- Freie Waldorfschule Freiburg-Rieselfeld
- Freie Waldorfschule Freiburg-St. Georgen
Hauptschulen, Werkrealschulen, Realschulen und Gymnasien
- Internationale Schule im Römerhof
- Evangelisches Montessori-Schulhaus
- Freie Christliche Schule
- Freie Schule Kapriole
- Paula-Fürst-Schule
- Montessori Zentrum Angell
- St. Ursula Mädchenrealschule und Berufliches Gymnasium
- St. Ursula Mädchengymnasium
((Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (VAB) → siehe Berufliche Bildung))
((Übergangssystem → siehe Berufliche Bildung))
((Berufsfachschule → siehe Berufliche Bildung))
((Berufsaufbauschule → siehe Berufliche Bildung))