Zentrales Bildungsziel der Werkrealschulen ist es, die Begabungspotentiale der Schülerinnen und Schüler zu erkennen und zu fördern. Pädagogisches Leitprinzip ist eine durchgängige, individuelle Förderung der Schüler\innen. Die Werkrealschulen setzen einen praktischen, berufsorientierten Schwerpunkt mit Kompetenzanalysen, durchgehender Berufswegeplanung und Sozial- und Berufspraktika. Die Schulen kooperieren mit Partnerbetrieben und außerschulischen Mitarbeiter\innen zur Anbindung der Jugendlichen an die Ausbildungs- und Arbeitswelt.
Gut zu wissen
- Eine Notenhürde für den Übergang von der neunten in die zehnte Klasse, in der sowohl ein Hauptschul- als auch ein mittlerer Bildungsabschluss erworben werden kann, gibt es nicht. Diese ist auch beim Übergang von der neunten Klasse zur zweijährigen Berufsfachschule weggefallen.
- Der Unterricht an einer Werkrealschule erfolgt nach den Bildungsplänen des Landes Baden-Württemberg. Diese legen u. a. Lernziele, zu erwerbende Kompetenzen und Lehr-Lern-Strategien für einzelne Fächer fest.
Ab- und Anschlüsse
Abschlüsse
- Die Hauptschulabschlussprüfung kann in zwei Geschwindigkeiten nach Klasse 9 oder auch nach Klasse 10 abgelegt werden.
- Die mittlere Reife (auch „mittlerer Bildungsabschluss“) kann nach Klasse 10 der Werkrealschule erworben werden.
Anschlüsse mit Hauptschulabschluss
mit Anschluss „9+3“ (Ausbildung und Erwerb der mittleren Reife)
- Besuch einer mehrjährigen Berufsfachschule
- Einstieg ins VAB / BEJ
- Freiwilliges Soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder Praktikum
Anschlüsse mit mittlerem Bildungsabschluss
- Besuch eines beruflichen Gymnasiums
- Übergang in die Sekundarstufe eines allgemeinbildenden Gymnasiums
- Besuch eines Berufskollegs
- Besuch einer ein- oder mehrjährigen Berufsfachschule
- Duale Berufsausbildung oder Schulische Berufsausbildung
- Freiwilliges Soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder Praktikum